Schülerinnen suchen und finden Hoffnungsspender: Projektgruppe organisiert Typisierungsaktion
Einige Schülerinnen der Klassenstufe 12 der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz an den Beruflichen Schulen in Gelnhausen hatten es sich im Rahmen eines Schulprojektes vorgenommen, über das Thema Typisierung zu informieren und auch weitere Spender zu werben. Unter dem Motto: „Werden auch Sie Hoffnungsspender!“ riefen sie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stammzellspenderdatei Alle auf, die helfen oder sich informieren wollten, am Samstag. 6. März, zwischen 10 und 14 Uhr in die Beruflichen Schulen zu kommen.
Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 10.000 Menschen an Leukämie oder einer ähnlichen Krankheit. Darunter sind viele Kinder und Jeden kann es treffen. Oft gibt es für die Erkrankten nur eine Chance, ihre Krankheit zu überwinden und weiterzuleben: die Übertragung gesunder Blutstammzellen. Diese Blutstammzellen müssen von gesunden Menschen gespendet werden und mit denen des Erkrankten verträglich sein. Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden liegt bei eins zu einer Million.
Bei der Typisierungsaktion werden dem Spender 6 Milliliter Blut abgenommen und er kann sich in das Zentrale Spenderregister eintragen lassen, um dann vielleicht als geeigneter Blutstammzellenspender in Frage zu kommen. Es kann sich jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 55 Jahren typisieren lassen.
Die Schülerinnen freuten sich sehr, dass sie Landrat Erich Pipa und zwei Bürgermeister als Schirmherren für ihre Aktion gewinnen konnten: Thorsten Stolz, Bürgermeister der Stadt Gelnhausen und Heiko Merz, Bürgermeister der Gemeinde Gründau. Sie hatten ihre Anwesenheit und Teilnahme bei der Aktion zugesagt, kamen und halfen sogar mehrere Stunden bei der Registrierung mit. Herr Stolz und auch der stellvertretende Schulleiter Hartmut Bieber trauten sich vorbildlich zum kleinen Pieks und ließen sich typisieren.
Da jede Typisierung 50 Euro kostet, waren Geldspenden nicht nur erwünscht, sondern machten die Durchführung der Aktion erst möglich. So veranstalteten die Schülerinnen im Vorfeld eine Tombola, für die viele Geschäfte aus Gelnhausen und Umgebung Sachspreise spendeten, und warben Sponsoren. Die Hauptsponsoren waren die VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, die Kreiswerke Main-Kinzig, Mainova und die Kreissparkasse Gelnhausen. Einige Metzgereien und Bäckereien spendeten Brötchen und Würstchen für den Aktionstag, die Schülerinnen und deren Familien lieferten viele leckere Kuchen. Der Erlös aus dem Essensangebot kam ebenfalls der Deutschen Stamzellspenderdatei zugute .
65 Besucher ließen sich typisieren und einige Personen nahmen Erstspender-Sets mit nachhause, um sich zum Beispiel bei ihrem Hausarzt typisieren zu lassen.
Am Aktionstag selbst nahmen die Schülerinnen 1190 Euro ein, insgesamt waren es dann 4.000 Euro. Damit konnten sie nicht nur die durchgeführten Typisierungen finanzieren, sondern ermöglichen der Deutschen Stammzellspenderdatei weitere Typisierungen.
Der Tag verlief harmonisch und in guter Atmosphäre.



