Kältemechatroniker auf Studienfahrt (05.2010)

Die Mechatroniker für Kältetechnik der Berufl. Schulen Gelnhausen auf Schwabentour

Rund um Stuttgart produzieren seit Jahrzehnten zahlreiche Firmen ihre weltweit geschätzten Baukomponenten für die Kälte- und Klimatechnik. Drei der Firmen wurden eine Woche lang durch die Hessischen Landesfachklassen der Kältemechatroniker von den Beruflichen Schulen Gelnhausen besucht. Insgesamt gingen 66 Berufsschüler mit ihren Lehrern,

Helmuth Bös, Rainer Flach, Martin Tonert und Bernd Klapp auf Studienfahrt. Am Zielort wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Während die eine ein zweitägiges Programm beim Verdichterhersteller Bock in Nürtingen durchlief, besuchte die zweite den Luftkühler-Hersteller Roller in Gerlingen, sowie den Großhandel und Verbundanlagen-Hersteller Christoph Fischer in Stuttgart.

Nach der theoretischen Seminararbeit zu den firmenspezifischen Verdichterbaureihen der Firma Bock mit dem Schulungsleiter Herrn Spieß am ersten Tag, folgte am zweiten die praktische Tätigkeit.

Jeder der Auszubildenden hatte einen Verdichter in seine Einzelteile zu zerlegen und wieder zusammenzubauen. An gezielt ausgesuchten Maschinen mit Schadensbildern und defekten Teilen konnten Ursachen von Verdichterausfällen studiert und Rückschlüsse auf deren Vermeidung  bei der täglichen Montagearbeit und Inbetriebnahme gezogen werden. Die angehenden Kältemechatroniker waren von dem einmaligen Ausbildungsprogramm der Firma Bock an den Kältemittelverdichtern begeistert.

Im Unternehmen der Walter Roller GmbH & Co staunten die angehenden Fachleute über die breite Palette der hier gefertigten Luftkühler. Man ist stolz darauf, die anspruchsvollen Produkte komplett in Deutschland zu bauen. Gespannt verfolgten die Teilnehmer den Ausführungen zur richtigen Luftkühlerauswahl und zeigten sich überrascht wie leicht bei exakter Auswahl Energie gespart werden kann.

Als zukünftige Fachleute der Kälte- und Klimatechnik haben sie fast täglich mit ihren Zuliefer-Betrieben und den Großhandels-Betrieben zu kooperieren. Wie heute rationell bis zu einer Million Bauteile im Hochregal-Lager verwaltet werden, um sie bei Bedarf schnell dem wartenden Monteur aushändigen zu können, war im Unternehmen der Christoph Fischer GmbH in Stuttgart zu bestaunen.

Damit alle Teilnhmer der Studienfahrt das gesamte Programm abarbeiten konnten, wechselten am dritten und vierten Tag die Gruppen die Firmen. Für das leibliche Wohl morgens und abends sorgten täglich die Jugendherbergen Bad Urach und Ludwigsburg. Mittags verwöhnten die Betriebskantinen ihre Gäste. In der freien Zeit der anstrengenden Woche fanden die Jugendlichen Ablenkung und Entspannung im Thermalbad Bad Urachs, im Stuttgarter Planetarium, der Wilhelma, Stuttgarts einzigartigem Zoo und Palmengarten, und natürlich in einem der beiden Automuseen. Hier stehen die nicht nur bei jungen Leuten besonders begehrten Karossen, die ohne die Anwendung der Klimatechnik heute nicht mehr vorstellbar wären.

Die Auszubildenden der hessischen Landesfachklassen für Kälte- und Klimatechnik und ihre Lehrer danken den Firmen für die großzügigen, am praktischen Alltag ausgerichteten Schulungen. Weiterer Dank geht an die Landesinnung Hessen-Thüringen der Kälte-Klima-Technik in Maintal und an Fa. Bock für das Sponsoring der entstandenen Kosten.

 

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