„Ish bin ein Bearleener“- Ein Besuch im Haus der Geschichte in Bonn am 5. 2. 2010

Gelnhausen. Zugegeben - der Weg ist lang und beschwerlich, zudem klingt der Besuch eines Museums nicht unbedingt verlockend und doch, so lautete das Resümee der meisten Schüler der dreizehnten Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums, lohne sich ein Besuch im „Haus der Geschichte“ als visuelle Ergänzung zum Geschichtsunterricht. Die Dauerausstellung zeigt deutsche Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart. Ziel ist es, die deutsche Nachkriegsgeschichte anhand von Berichten von Zeitzeugen und Original-Exponaten möglichst erlebnisorientiert und interaktiv zu veranschaulichen.

Durch die riesig wirkende Ausstellung von 4000 Quadratmetern, verteilt auf mehreren Stockwerken, führen professionelle Guides, die nicht nur historische Fakten, Zusammenhänge und Querbezüge zur Geschichte der Deutschen vermitteln, sondern auch - praktisch für die Abschlussklassen - nach dem Wissen der Schüler fragen. Besonders hervorgehoben werden beispielsweise Ereignisse wie die  Verabschiedung des Grundgesetzes, die studentische Protestbewegung sowie die gewaltsamen Auseinandersetzungen rund um den 17. Juni 1953. Wenn möglich werden Originale, rund 7.000 Exponate  – Fotografien, Gegenstände, Dokumente, Ton- und Filmmaterialien - verwendet, denn vor allem sie ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher dieser Ausstellung an. So reicht die  Bandbreite der Stücke von Notbehelfen aus der Nachkriegszeit, dem ersten Dienstauto Adenauers,  Originalbestuhlung des ersten Deutschen Bundestages über ein Kino aus den fünfziger Jahren bis hin zum Haftbefehl für Erich Honecker und der ersten Green- Card für einen ausländischen Arbeitnehmer. Und immer wieder weist das qualifizierte Führungspersonal auf kleine, witzige Details großer deutscher Geschichte hin und trägt so zur Belustigung von Lehrern und Schülern bei: Ein „Spicker“ erleichterte J.F. Kennedy 1963 während seiner Rede vor dem Schöneberger Rathaus die Aussprache seines berühmten Bekenntnisses.  Den Satz, der später in allen Geschichtsbüchern auftauchen sollte, hatte sich der US-Präsident selbst überlegt. Die „Lautschrift“ „Ish bin ein Bearleener“ erleichterte dem Amerikaner die schwierige deutsche Aussprache.   

C. Breunung, H. Faller, R. Klauke, S. Schlote, R. Gerlach, I.  Köhler, C. Vogel

 

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