Gerlinde Höhn in den Ruhestand verabschiedet
Nach mehr als 40 Arbeitsjahren, davon fast 40 Jahren als Lehrerin an den Beruflichen Schulen in Gelnhausen, wurde die Fachlehrerin Gerlinde Höhn in die so genannte passive Phase der Altersteilzeit verabschiedet. Schon nach dem Besuch der Volksschule Hailer kam Gerlinde Höhn – zunächst als Schülerin – an die Berufliche Schule der Barbarossastadt, besuchte die Handelsschule und erwarb einen mittleren Bildungsabschluss, bevor sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Heraeus in Hanau absolvierte. Stationen bei verschiedenen Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet als kaufmännische Angestellte schlossen sich an.
Parallel dazu besuchte Gerlinde Höhn Lehrveranstaltungen, um die fachliche und fachdidaktische Qualifikation für die Ausbildung zur Fachlehrerin zu erwerben. So kam sie dann Anfang der siebziger Jahre wieder an die Berufliche Schule, um zunächst mit einem Lehrauftrag ihre Lehrtätigkeit zu beginnen. Die Ausbildung zur Fachlehrerin für arbeitstechnische Fächer im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung schloss sich an; nach bestandener Prüfung wurde sie als Fachlehrerin an den Beruflichen Schulen Gelnhausen eingestellt.
Zunächst unterrichtete Gerlinde Höhn in der kaufmännischen Berufsfachschule die Fächer Kurzschrift, Maschinenschreiben und Bürowirtschaft. Daraus wurden im Verlaufe der Jahre die Fächer Bürowirtschaft, Textverarbeitung, Textformulierung und Präsentationstechniken am PC. Hinzu kamen Unterrichtsverpflichtungen in der Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung und in der Ausbildung von Bürokaufleuten sowie das Fach Elektronische Datenverarbeitung in der Berufsfachschule.
Wie Schulleiter Gustav Honzen in seiner Verabschiedungsansprache betonte, musste sich Gerlinde Höhn mehr als andere Kolleginnen und Kollegen in ihren Lerngruppen sowohl auf verändertes Schülerverhalten als auch auf völlig neue Lerninhalte und neue Medien einstellen. Sie konnte diesen Wandel nur mitgehen durch kontinuierliche Weiterbildung sowohl in pädagogischer als auch in fachlicher Hinsicht – häufig genug auf eigene Kosten und autodidaktisch, weil die offiziellen Angebote des Landes nur unzureichend zur Verfügung standen. Für dieses Engagement gebühre ihr Anerkennung und Wertschätzung.
Für Gerlinde Höhn haben die Schülerinnen und Schüler immer im Mittelpunkt ihrer Arbeit an der Schule gestanden, so Gustav Honzen. Sie wollte deren bestes, und das zeigte sich nicht nur im eigenen Unterricht, sondern auch in dem Bemühen, die Rahmenbedingungen des Unterrichts zu verbessern. Sie sei eine Lehrerin, die sich sehr stark und deutlich mit ihrer Schule identifiziere; und sie pflege den Zusammenhalt im Kollegium zumindest der kaufmännischen Abteilung der Schule. Auch dafür – so Schulleiter Gustav Honzen – dürfe das Kollegium dankbar sein und seine Anerkennung und Wertschätzung ausdrücken. Ein besonderes Anliegen sei ihr darüber hinaus der Schüleraustausch mit der Fachmittelschule für Ökonomie und Gesundheit in Tatabanya (Ungarn) gewesen.
Der Ansprache des Schulleiters schloss sich der Vorsitzende des Personalrates, Oberstudienrat Volker König, an. Danach gab es ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm verschiedener Gruppen der Schule, in denen Gerlinde Höhn mitgearbeitet hat. Dabei wurde die Ruheständlerin unter verschiedenen Aspekten ausgiebig gewürdigt.
