Exkurs der 01BG08 zur Frankfurter Wertpapierbörse und zum Geldmuseum (01.2012)

Temperaturen um den Gefrierpunkt hielten die Klasse 01BG08 nicht ab, zusammen mit ihrem Wirtschaftslehrer Heiko Kißner die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) und das Geldmuseum der Bundesbank zu besuchen.

Auf dieses Thema hatte die Klasse bereits in den Wochen zuvor im Unterricht hingearbeitet und dabei die Grundlagen des Finanzsystems kennengelernt. Mit Zug und U-Bahn ging es zunächst zur FWB in der Frankfurter Innenstadt. Allerdings war es nicht möglich, einfach in das ein Jahrhundert alte Gebäude zu gelangen: Eine Kontrolle des Personalausweises und der Taschen musste jeder über sich ergehen lassen, um die Börse betreten zu dürfen. Im Foyer wurden wir bereits erwartet. Zusammen mit anderen Besuchern, z. B. aus einem Kurs der Frankfurter Universität, hörten wir von einem Mitarbeiter der Börse einen Vortrag zur Geschichte und zur Funktionsweise des Wertpapierhandels. Bereits seit 1585 gibt es den Handel mit Wertpapieren, jedoch in anderer Form als heutzutage: Damals wurde per Zuruf gekauft und verkauft. Heute geht das komplett elektronisch und um einiges "leiser" über Xetra, dem Computerhandelssystem der Deutschen Börse. In Deutschland gibt es neben Frankfurt noch sechs weitere Börsen, die aber nicht von der Deutschen Börse betrieben werden und auch ein anderes System haben. Xetra funktioniert etwa so wie eBay: Ein Kunde möchte Aktien zu einem bestimmten Preis kaufen, ein anderrn zu einem anderen Preis verkaufen. Letztendlich wird über die Mitarbeiter der Börse ein Mittelwert errechnet und die Aktien zu diesem Preis ge- bzw. verkauft. Dieser Mittelwert ist der aktuelle Kurs einer Aktie. Den Zuhörern wurde dies auch verdeutlicht, indem der Referent auf einem Bildschirm das aktuelle Orderbuch zeigte. Darauf sah man die verschiedenen Aktien, den aktuellen Preis und wie viele gerade zum Kauf oder zum Verkauf angeboten wurden. 100 Milliarden Euro werden pro Monat über Xetra gehandelt, jedoch nicht wie man denkt hauptsächlich mit Aktien, sondern vor allem mit Zertifikaten. Gerade einmal 18 Prozent der gehandelten Wertpapiere entfallen auf Aktien. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Schülerinnen und Schüler vom Besucherbereich auf das Börsenparkett schauen, welches die meisten sonst nur aus dem Fernsehen kannten.

Nach dem Besuch der Börse stand zunächst eine kurze Erholungspause auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Programm, bevor die Klasse sich auf dem Weg zum Geldmuseum der Deutschen Bundesbank machte. Dort lernten wir in einer Rallye alles über den Weg des Geldes vom Tauschhandel über das Münzgeld bis hin zum elektronischen Geld kennen. Wir konnten uns über Falschgeld informieren oder uns bei Spielen in die Rolle des Kanzlers, eine Schlichters oder des Chefs der Europäischen Zentralbank begeben und dabei versuchen, die Wirtschaft anzukurbeln und dabei die Inflation und die Arbeitslosigkeit niedrig zu halten, indem man in verschiedenen Situationen wirtschaftliche Entscheidungen traf.

Anschließend ging es wieder per Zug zurück in die Heimat. Insgesamt stieß der Ausflug auf viel Interesse und Begeisterung bei den Schülern, so waren wir dem weltweitem Aktienhandel einmal ganz nahe und einige werden nun die Börsennachrichten nicht nur sehen, sondern auch verstehen können.

(Jacob Mähler)

Vergrößern: Klick auf das Bild

zurück

   

 

Berufliche Schulen Gelnhausen - Graslitzer Straße 2-8 - 63571 Gelnhausen