China-Austausch

Warum Max seine Angelschnur mitnahm, Bryn barfuß aus dem Nachtzug ausstieg und wie Skorpione schmecken

Die diesjährigen China-Fahrer sind ohne Aschewolke-Verlängerung oder sonstige Komplikationen gesund und mehr oder weniger munter in Frankfurt gelandet. Mit ihrem Schulleiter Günter Rau und mit den zwei begleitenden Lehrern Matthias Schäfer und Nora Schullerus konnten sie zwei erlebnisreiche Wochen in China verbringen. Die erste Woche an unserer chinesischen Partnerschule Nanjing Tianjiabing Senior Middle School diente dem Kennenlernen der chinesischen Lebensweise und dem gemeinsamen Lernen.  Warum unsere  Drachen immer böse sind, die chinesischen Drachen jedoch Glück bringen und was die Märchen der Brüder Grimm und chinesische Volksmärchen verbindet, waren Themen einer gemeinsamen Projektarbeit. Die Präsentationen der Ergebnisse dieses Projektes zum Thema "Märchen in China und Deutschland"  konnten die Schüler und ihre Gasteltern unerwarteterweise im Abendprogramm des TV-Nanjing verfolgen.

Am Ende des Besuches pflanzten die zwei Schulleiter, Herr Rau und Herr Hua, eine Freundschaftsmagnolie in den Schulgarten. Die nächsten China-Fahrer werden über den Entwicklungsstand des Freundschaftsbaumes berichten können.

Auch in diesem Jahr haben die Austauschschüler viele neue Eindrücke gesammelt, die Skyline von Shanghai in abendlicher Beleuchtung vom Schiff aus bewundert , vom zweithöchsten Wolkenkratzer auf die Stadt und den Fluss hinuntergeschaut und kostbare Jadeobjekte, Porzellan und chinesische Malereien im Shanghaier Nationalmuseum bestaunt. Unser geduldiger Reiseleiter, Herr Yu, erzählte in der Verbotenen Stadt in Peking über den letzten Kaiser, die Opiumkriege, den Boxeraufstand und die Vergangenheit Chinas.

Immer wieder wurden unsere Schülerinnen und Schüler auf vielen Fotos mit lächelnden Chinesinnen und Chinesen verewigt. (Inzwischen tragen immer mehr chinesische Babies Windeln, was beim Fotografieren manche Vorteile hat, wenn man sie auf den Arm nimmt. Was die Pampers-Berge für die Umwelt bedeuten, ist eine andere Frage.)

In diesem Jahr haben die deutschen Schüler Bryn am Mittelpunkt der Welt vor dem Himmelstempel zum 17.Geburtstag  gratuliert und gesungen.

Manche Träume blieben auch auf dieser Reise unerfüllt. So kam Max nie dazu im Jangtse zu angeln, obwohl er seine Ausrüstung dabei hatte. Dafür kann er aber jedem, der neugierig ist, erzählen, wie frisch frittierte Skorpione schmecken. Elena kann darüber ebenfalls Auskunft geben. Und warum Bryn kurzentschlossen barfuß in einer chinesischen Kleinstadt aus dem Nachtzug ausstieg ? Das müsst ihr ihn schon selber fragen.

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