„Allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung“ (06.2010)

Gemeinsame Studienfahrt des Beruflichen Gymnasiums Gelnhausen und der Kopernikusschule Freigericht in das polnische Oświęcim (was die Nationalsozialisten Auschwitz nannten)
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Die „Stimme der Erde von Auschwitz“ (wie man in Polen sagt) – was hat sie uns zu sagen? Was erfahren wir vom Konzentrationslager Birkenau? Was bewirkt die Erinnerung an die Vernichtung von Menschenleben in uns? Diese und andere Fragen sollte eine fünftägige Gedenkstättenfahrt an den Ort des Geschehens beantworten. Beteiligt waren 21 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Gelnhausen und der Kopernikusschule Freigericht, die mit den Organisatoren und begleitenden Lehrern Claudia Breunung und Christine Klostermann sowie Günter Krause vom 1. - 7. Mai nach Auschwitz in Polen gefahren sind.

Hier erfuhren sie in mehrstündigen Führungen durch das Stammlager Auschwitz und über das Gelände von Birkenau von den unvorstellbaren Schrecken nationalsozialistischer Herrschaft. In den in einigen Blocks des Stammlagers untergebrachten Ausstellungen der Länder, die Opfer des Nationalsozialismus zu beklagen haben, konnten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig über Ausmaß und Organisation der Deportationen und der Vernichtung informieren.

Tiefen Eindruck hinterließ ein Treffen mit dem Zeitzeugen Wilhelm Brasse, der berichtete, was ihm im KZ widerfahren ist.

Einen weiteren Zugang zu diesem schwierigen und aufrüttelnden  Thema bot der Besuch der Ausstellung des Künstlers Marian Kolodziej. Die verstörenden Bilder dieses ehemaligen Häftlings konnten den Terror des Lagerlebens vielleicht besser vermitteln als es Worte können.

Ein Tagesausflug in die alte polnische Hauptstadt Krakau gab den Schülern einen Einblick in eine andere Epoche und in eine fremde Landesgeschichte.

Nach einer Abschlussmeditation auf dem Gelände von Birkenau trat man die lange Heimreise an. Ob Antworten gefunden wurden, wird sich danach bemessen, wie sehr sich der Einzelne mit seiner Geschichte, mit seiner Identität und mit der Achtung vor der Würde des Anderen auseinandersetzt. Das ist in Auschwitz in besonderer Weise zu erinnern. Alle waren sich einig, dass dies eine gelungene und empfehlenswerte Fahrt war, die auch in Zukunft angeboten werden sollte. Da bei dieser Fahrt die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Herrschafts- und Rassenideologie im Vordergrund stand, wurde sie vom Deutsch-Polnischen- Jugendwerk, dem Main-Kinzig-Kreis und der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck bezuschusst.

 

   

 

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